Internationales Sommerfest am 1. Juli

Internationales Sommerfest

Der Helferkreis Asyl in Gilching e.V. lädt zur Begegnung ein

Gilchinger Singer-Songwriter, afghanische Lautenklänge und HipHop aus Nigeria – für die Organisation eines Internationalen Sommerfests hat sich der Helferkreis Asyl in Gilching e.V. ehrenamtlich ins Zeug gelegt und einen lockeren Rahmen für Begegnung geschaffen. Berührungsängste haben darin keinen Platz.  

Von Martin Fuchs. Eigentlich war für die ca. 143 Geflüchteten aus Nigeria, Somalia, Afghanistan, Pakistan und Sierra Leone ein Willkommensfest geplant, auf dem Einheimische den neuen Einwohnern begegnen können. Doch helfen bedeutet manchmal auch Prioritäten setzen und gebietet das zu tun, was am Nötigsten ist. Und in den vergangenen Monaten bedeutete das für den Helferkreis Asyl in Gilching e.V. die Geflüchteten vor allem bei Arzt- und Amtsgängen zu begleiten und zu unterstützen. Trotz zahlreicher Freizeitaktivitäten wie etwa Ausflüge im Fünfseenland oder dem einmal im Monat stattfindenden Begegnungscafe blieb leider keine Zeit, ein Willkommensfest zu organisieren. Inzwischen hat sich die Situation jedoch ein wenig entspannt – die Bewohner der Flüchtlingsunterkünfte haben sich an das Leben in Deutschland gewöhnt, besuchen Sprach- und Integrationskurse und sind dabei ein ganzes Stück selbstständiger geworden: Die Zeit zum Feiern ist gekommen.

 

Sommerfest Gilching

 

Vom Willkommensfest zum Sommerfest

Seit der Ankunft der Asylbewerber in Gilching sind rund sieben Monate vergangen, von einem „Willkommensfest“ kann also keine Rede mehr sein. Daher hat der Helferkreis aus dem Willkommensfest ein „Internationales Sommerfest“ gemacht, das am 01. Juli 2017 von 17.30 Uhr bis 22.00 Uhr im Bürgersaal der Gemeinde Gilching stattfinden wird. Die Idee ist dabei die Gleiche geblieben: Einheimische und Geflüchtete sollen sich begegnen, Berührungsängste abbauen und vielleicht sogar Freundschaften schließen. Helfen soll dabei jede Menge Live-Musik, die sowohl von Gilchingern als auch von Bewohnern der Flüchtlingsunterkünfte auf der Bühne präsentiert wird.

Musik als Botschafter der Kulturen

Konkret heißt das Gitarre und Gesang von Bürgermeister Manfred Walter und Claus Angerbauer, der seit seinem 35. Lebensjahr erblindet ist und seither als Singer-Songwriter im ganzen Landkreis und darüber hinaus von sich reden macht. Ganz besonders freut sich der Helferkreis mit „Mirweis“ einem professionellen Musiker aus Afghanistan die Bühne zu überlassen. Sein Instrument ist die „Rubab“, eine gezupfte Schalenhalslaute, die in Afghanistan als Nationalinstrument gilt. Als Höhepunkt des Abends werden die nigerianischen Rapper „Collins & Hopinero“dem Publikum so richtig einheizen. In Nigeria ist HipHop bei jungen Menschen ein besonders beliebtes Musik-Genre, da mit relativ geringem Aufwand – dafür aber mit umso mehr Talent – soziale und politische Missstände durch Musik zum Ausdruck gebracht werden können. Mit elektronischen Beats und Rap-Gesang heißt es dann: „Collins & Hopinero in da house!“.

Von Kindern lernen

Mit einem kleinen aber feinen Kinderprogramm ist auf dem Internationalen Sommerfest auch für Kinder beste Unterhaltung garantiert: Bei diversen Spielen und einem Malwettbewerb können sich die Kids spielerisch begegnen und zusammen austoben. Das Schönste dabei ist: Kinder haben bekanntlich keine Vorurteile – eine Eigenschaft, von der auch Erwachsene viel profitieren können.